Geschwister

die bald eine weite Reise antereten werden

ein kleines Geschöpf wartet noch auf meinem Arbeitsplatz auf seine Kleider,bis Ende Januar wird es dann auch fertig sein um in die Welt zu gehen.

Ein anderes Geschöpf,auch noch klein,doch hoffentlich bald groß wartet in meinem Kopf und Herzen,Lysistrate heißt sie und will auf die Bühne.

Sie und die Geschöpfe auf meinem Arbeitsplatz teilen sich meine Zeit, daher habe ich meine Puppenbestellungen für die nächsten Monate auf 5 Puppen pro Monat begrenzt. Vielleicht gibt es die ein oder andere Überraschungspuppe,doch versprechen kann ich nichts…gestrickt ist schon vieles in gemütlichen Stunden vor dem Ofen.

 

In nächster Zeit werde ich mich ein wenig zurücknehmen müssen mit der Strickerei,meine alte Bibelzyte macht sich wieder bemerkbar.

Seid herzlich gegrüßt

Laura

Nach Paris

reist dieses Puppenkind,

gute Reise!

und Euch ein gutes Wochenende

Laura

ein gesegnetes Jahr wünsche ich Allen.Fast drei ganze Wochen im Dorf in Kroatien, ohne Internet. Wunderbar war es und langweilig. Immer mehr entdecke  ich die heilende Wirkung der Langeweile- auch wenn die Langeweile im Augenblick des Erlebens nichts anderes ist als Langeweile. Ein für mich kaum zu ertragender Zustand bin ich doch ständig am werkeln,häkeln,lesen oder etwas nützliches am erledigen.Doch jetzt bin ich erholt und meine Vorsätze im neuen Jahr sind, mir nicht all zu viel vorzunehmen,meine Internetnutzung noch weiter einzuschränken,schon jetzt bin ich kein Surfer im www,doch allein die tägliche email Korrespondentz frißt Zeit, habt also bitte Nachsicht, wenn die Antworten kurz ausfallen, und meine Arbeit auf die Zeit zu begrenzen in der die Kinder in Schule,Kindergarten oder Bett sind,wurde mir doch letztes Jahr von meinen Söhnen vorgeworfen:” Mama, du machst immer nur PUPPEN ,PUPPEN,PUPPEN”.

Viel Zeit habe ich strickend vor dem Ofen verbracht,bald folgen Fotos der Ergebnisse,doch momentan ist es zu grau zum fotographieren.

Doch bevor ich mich strickend zurückziehen durfte war eine Strecke von 1650km zu bewältigen.14 Stunden und eine halbe haben wir gebraucht und uns damit einen Familienorden verdient,haben wir doch alle unsere jeweiligen Aufgaben bestens erfüllt: die Kinder ,still sein und sich Gedanken darüber machen,ob wir mit all den Feuerwerkskörpern von vor drei Jahren(wir wollten sie endlich loswerden,drum haben wir sie mitgenommen)auch gut über die Kreuzung( auch nach wiederholter Korrektur,die Grenze blieb für die Kinder “die Kreuzung”)kommen würden oder alle im Gefängnis landen würden.  Mein Mann ,fahren. Ich, ein bisschen fahren und viel sitzen.

Der Rückweg dauerte 16Stunden und dazwischen gab es Hausschlachtung (wohl das männliche Gegenstück zum Marmelade einkochen)

Mein Mann und seine Tante säubern die Därme,unser Sohn ist sich noch unschlüssig, ob lieber Schlachten ,oder doch Marmelade einkochen,letzteres riecht besser,ersteres ist spannender

der Haken für das Schwein

der Haken hält.

Nun folgen einige blutige Bilder,die ich den Vegetariern unter uns ersparen möchte und zum Schluß wird alles wieder sauber gemacht

Jetzt wissen unsere Kinder wo ihre leckeren Würste,Schnitzel und Braten herkommen und sie sind weiterhin begeistert von diesen Schweinereien. Auch ich habe als Kind die Schweinehälften auf dem Hof hängen sehen, und die dicken Euter,aus denen die Milch zum Frühstück kam und ich bin froh das auch meine Kinder Kühe nicht für sprechende, lila Wesen aus dem Fernsehn halten.

Nun weitern zu dem was zwischen 14 Stunden Hinweg und 16 Stunden Rückweg lag.

Viel Kaffee,Schnaps und Zucker,Sonne,Sonne,Sonne,die Kinder sind in Dorf und Bergen verschwunden,ich saß strickend vor dem Ofen oder auf dem sonnigen Balkon.

Auf der Bocciabahn rollten die Kugeln bis spät in die Nacht

und ich jagte mit meiner Kamera Bildern hinterher. Ich hatte mir vorgenommen für jede der 12 Rauhnächte ein Foto zu machen, fast ist es mir gelungen und so werde ich nun jeden Monat eins dieser Fotos hier zeigen.

Das Januarfoto

Was gar nicht auszuhalten war an Langeweile habe ich einach weggelaufen. In die Berge durch die Felder. Licht und Luft.

Am ersten Januar bin ich 2Stunden einen Wallfahrtsweg den Berg hinauf zur Kirche

und wieder hinunter ins Tal und in die anbrechende Dunkelheit gelaufen

Jetzt bin ich wieder in Berlin, es ist grau, doch habe ich diesen Weg noch in den Füßen und da fliege ich hinweg übers Grau, oder gar hinein um es zu genießen.

Die ersten Puppen sitzen schon  auf meinem Tisch und warten,bald gibt es wieder Fotos.

Seid herzlich gegrüßt

Laura

Mit dieser letzten Puppe für 2011 möchte ich mich herzlich von Euch verabschieden und bedanken.

Morgen werden wir in aller Frühe unser treues Auto besteigen und nach Kroatien fahren,um erst nächstes Jahr wieder zurückzukommen. Also wird es hier Still sein bis zum 10.1.2012.Im Dorf unten haben wir keine Internetverbindung,auch darauf freue ich mich,einzig das Telefon,doch das ist schnell vergessen.

Für nächstes Jahr wartet ein neues Stück für die Bühne und schon einige Puppen in meinem Auftragsbuch,doch davor brauche ich dringend eine Zeit der Ruhe und ich will auch Euch den Text ans Herz legen,der mir vor einigen Jahren so passend zugesendet wurde:

Die 12 Rauhnächte

Aus Cordelia Böttcher, Das Buch der 12 heiligen Nächte.
Die Weihnachtszeit der zwölf Nächte und Tage wird vom 25. Dezember bis zum 6. Januar gerechnet,
wobei dieser Tag der Heiligen Drei Könige bereits der Beginn einer neuen Festzeit ist (…)
Diese Nächte und Tage genauer zu beobachten geht auf die Erfahrung zurück, die einerseits alt
überliefert und andererseits auch heute vielfach erlebt ist, und die zeigt, daß in dieser Zeit die Keime
für das kommende Jahr gelegt werden. Was sich in den zwölf Monaten des neuen Jahres entfalten
wird, kann in den zwölf Nächten der Weihnachtszeit vorgefühlt werden. An der Bildung unseres
Schicksals sind wir als Mensch beteiligt. Die Weltereignisse und der „Zeitgeist“ geben den großen
Rahmen für unser Leben, in der individuellen Ausgestaltung haben wir großen Spielraum. „Jeder ist
seines Glückes Schmied“, sagt ein Sprichwort. Die Art, wie auf eine Herausforderung geantwortet
werden kann, bestimmt die Ereignisse wesentlich, wendet eine Sache zum Guten oder macht alles
noch komplizierter und schwieriger. Eine besondere Erfahrung ist es festzustellen, daß tiefer Friede
die Seele erfüllt, wenn sie denken und auch fühlen kann: „Dieses Ereignis kommt zwar von außen,
aber es gehört zu mir, es ist, als habe ich das selbst gewollt.“ Dieser unbewußte Anteil der
Schicksalsgestaltung ist in der Welt der vorgeburtlichen Existenz der Seele zu suchen, wie auch in
jeder Nacht im Schlaf. Wir sind in unserem Leben mit tausend Fäden mit anderen Schicksalen
verbunden. Was sich in diesem Gewebe gestalten wird, ist durch sensible Aufmerksamkeit in der
Weihnachtszeit zu ahnen. (S. 8f)
(…)
Dieser Zeitraum kann auf einem astronomischen Hintergrund gesehen werden, der sich vereinfacht so
beschreiben läßt: Der Sonnenlauf des Jahres umfaßt in den zwölf Monaten 365 Tage, die zwölf
Monden­Monate aber beinhalten nur 354 Tage. „Die Differenz beträgt elf, in Schaltjahren zwölf Tage.
Wenn am 6. Januar Neumond ist, dann ist am 25. Dezember ein Mondjahr mit zwölf Lunationen
vollendet. Es fehlen dann noch die zwölf Tage bis zum vollen Sonnenjahr. Sie wurden bei den
nordischen Völkern anschließend an den 25. Dezember eingeschaltet, um das Mondjahr mit dem
Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bringen“ (Hoerner, Zeit und Rhythmus).
Diese Tage waren den Göttern geweiht, der Mensch wußte sich mit den höheren Welten verbunden.
Dazu gehörte die ahnungsvolle Wahrnehmung, daß in diesen zwölf Nächten die kommenden zwölf
Monate in ihrem Charakter konzipiert werden. In den Aufwachträumen konnte Prophetisches
aufgefangen werden. (S. 20f)
(…)
In den angedeuteten Motiven lassen sich vielerlei Beobachtungsfelder für die zwölf heiligen Nächte
und Tage entdecken.
Vor allem das Einschlafen und Aufwachen könnte sorgsamer als sonst beobachtet werden. Vielleicht
sind morgens Träume festzuhalten oder eine besondere Stimmung, vielleicht gehörte Worte.
Ein andere Feld ist das Licht. Wie verschieden die Witterungsverhältnisse auch jedes Jahr sind und
am Tag wechseln, es ist fast immer möglich, die besondere Lichtqualität dieses Tages zu beschreiben.
Oft ist darin etwas von den Licht des Monats, den dieser Tag vertritt. Bei der Lichtbeobachtung
könnte man versuchen, z. B. jeden Tag den Morgenhimmel mit seinen Farben und Wolkengestalten
anzuschauen und vielleicht mit Hilfe von Farbstiften eine Skizze zu machen.
Welche Menschenbegegnungen sind plötzlich unerwartet da und erweisen sich als bedeutsam,
welche ’Zufälle’ gibt es, welche Briefe kommen, welche wollen endlich geschrieben werden?
Zu den Beobachtungen, die mehr da betreffen, was in irgendeiner Weise ’von außen’ an einen
herankommt, können vielerlei eigene Aktivitäten dazukommen.Angefangen bei einer sorgfältigeren
Vorbereitung auf die Nacht: eine besinnliche Tagesrückschau und ein Gebet vertiefen die
Empfindung für die Heiligkeit des Schlafes und dadurch wird der Nachklang der Nacht deutlicher
sein.
Rückschau und Vorblick sind Thema der ganzen Weihnachtszeit. Die Monate des vergangenen
Jahres können rückwärts durchwandert werden in Ergänzung des Vorfühlens des kommenden Jahres.
Genaue, ungeschminkte Erinnerung verarbeitet, was noch liegen geblieben ist, aus welchen Gründen
auch immer, und gibt neuen Impulsen Kraft.
Eine Hilfe ist es, in dieser Zeit möglichst regelmäßig zu leben. Der Seelenspiegel beruhigt sich und
kann klarer die Sterne spiegeln, wie ein klarer Gebirgssee.
Für alle geistige Tätigkeit lohnt es sich, große Themen zu wählen, die die Seele über die
Tagesanforderungen erheben und das Gefühl für große Zusammenhänge und Heiliges beleben.
Man könnte Zwölfheiten studieren:
die zwölf Apostel,
die zwölf Monate mit den Tierkreisbildern und ­zeichen,
Darstellungen vom Tierkreis in der Kunst,
die Sternbilder am Himmel,
die zwölf Edelsteine vom ’Neuen Jerusalem’  (Offenbarung des Johannes 21, 19­20): Jaspis, Saphir,
Chalzedon, Smaragd, Sardonyx, Karneol, Chrysolith, Beryll, Topas, Chrysopras, Hyazinth, Amethyst.
die zwölf Sinne ( Tast­, Lebens­, Eigenbewegungs­, Gleichgewichts­, Hör­, Wärme­, Seh­,
Geschmacks­, Gedanken­, Laut­, Sprach­ und Ich­Sinn),
die zwölf Tugenden (Devotion, inneres Gleichgewicht, Ausdauer, Selbstlosigkeit, Mitleid, Höflichkeit,
Zufriedenheit, Geduld, Gedankenkontrolle, Mut, Diskretion, Großmut),
das Gedicht ’Die Geheimnisse’ von Goethe,
Märchenmotive.
Die angeführten Gedenktage ließen sich vervollständigen durch Geburts­ oder Todestage
besonderer oder persönlich bekannter Menschen, und deren Biographien könnten Gegenstand des
Studiums sein.
Es kann zur Signatur eines Jahres gehören, welches Thema einen überhaupt am meisten
bschäftigt und in der Weihnachtszeit vertieft werden möchte.
Alle diese Überlegungen können dazu führen, zu fühlen, daß die Zeit der heiligen zwölf Nächte und
Tage in keinem Fall, auch nicht zeitweise, in äußerer Hektik ertrinken soll, daß kleine Inseln von
seelischer Ruhe und geistiger Helligkeit immer da sein möchten, wenn man an dem Segen dieser tage
Anteil sucht. In dieser Zeit ein Tagebuch zu führen, wird solche Inseln der Ruhe schaffen können.
(S. 37­39)

Doch nun zu Merets Puppe

vor einigen Jahren nähte ich ein großes Puppenbaby,das mich sehr an ein Kind aus meinem Freundeskreis erinnerte,Meret. In diesem Jahr bat mich ihre Mutter ihr eine Puppe zu nähen,kein Puppenbaby, eine Freundin, denn Meret ist nun groß, fünf Jahre alt.

Alle Kinder sind besonders,doch Meret ist noch ein bisschen mehr besonders,als kleines Baby gab es sie nur in körperlicher Verbindung mit ihrer Mutter,es schien grad so als sei sie ihrer Mutter an der Hüfte angewachsen vom vielen tragen. Wurde diese verbindung getrennt gab es lautes Geschrei.

 

Jetzt ist Meret groß und selbstständig und mit einem starken Willen gesegnet wie ich noch keinem begegnet bin. Für die Mutter vielleicht manchmal schwer mit so einem Willen zu leben, doch für einen Außenstehenden ist es eine Wonne, diesen Willen zu erleben.

Als ich mit Merets Mutter über sie sprach,der Puppe wegen, und ich nach Eigenheiten fragte ,wurde mir berichtet das Meret eine sehr eigene Vorstellung von Bekleidung hat,viele Lagen übereinander,wild gemischt und am liebsten in Wolle, so kamen wir zum Arbeitstitel Wollzwiebelzigeunerin.

Manchmal,so berichtete mir Merets Mutter,sind die Kleider auch etwas verdreht an ihrem Leib,wie eines Morgens das wollene Kopftuch, sie hatte es verkehrt herum aufgesetzt,so daß ihr der Zipfel wie ein Elefantenrüssel ins Gesicht hing,doch verändert durfte nichts werden,und so ist sie voller Würde mit einem Elefantenrüssel in den Kindergarten marschiert.

Mögen wir alle so würdevoll und sicher durchs nächste Jahr spazieren und mögen uns noch so viele Rüssel im Gesichte hängen, von unserem Weg werden sie uns nicht abbringen.

Seid herzlich gegrüßt und mit einem innigen Dank verabschiedet bis ins nächste Jahr

Laura

Marias Puppenenkelin wird dieses kleine Wickelkind zu Weihnachten bekommen.

herzliche Grüße

Laura

Nach Augsburg

herzlich

fleißig

Laura

reist diese Puppe heute und wird für Sophie unter dem Christbaum liegen

Illa

Hat noch ein paar neue Kleider bekommen,bevor es auf Weihnachtsreise geht.

herzlicher Gruß

Laura

Für Reegan

Nachtrag zu Nikolaus

gestern aus fünfjährigem Munde:

“Knecht Hupknecht und Nikolaus sind ganz normale Menschen, aber besondere, weil sie einen Schlitten haben der fliegen kann und Maria und Gott und Jesuskind gehören zur selben Familie und sie wohnen zusammen auf einem Stern.”

eine neue Variante, aber die Funktion des Knecht Ruprecht wurde mir noch nie so eindeutig erklärt wie in dieser.

Ich wünsche mir zur Zeit auch manchmal einen Knecht Hupknecht, der mir den Weg durch die Weihnachtswirren freihupt.

Hupende Grüße

Laura

Für Runa

Gestern ist Runas Puppe fertig geworden und heute habe ich die wenigen Sonnenstrahlen genutzt, um sie zu fotographierenRuna ist die Tochter einer alten Freundin von mir und die Enkelin meines Patenonkels, dem Flötenkönig.

Viele von uns haben die Mollenhauer Flöten durch die Jugend begleitet, einen herzlichen Gruß meinem Patenonkel auf diesem Wege.

Runa ist noch klein doch soll sie eine Puppe haben die ihr ans Herz wächst und sie begleitet, darum haben wir uns für den Schlafsack entschieden und wenn sie Runa größer ist kann sie den Schlafsack ausziehen und ihrer Puppe Schuhe und Kleidchen anziehen.

Ich freue mich immer wieder ,wenn es Eltern gibt,die für ihre Kinder eine Puppe wollen die sie begleiten wollen und dafür eine ganz besondere Puppe suchen und ihre Kinder nicht bei jeder Gelegenheit mit neuem Spielzeug überfordern.Bei der Farbfrage kam die Antwort ” Pflaume” und ich muß sagen durch diese Puppe ist sie meine neue Lieblingsfarbe gewordenPflaumenhäkelstiefel aus wunderweichem Alpakaund ein dazu passendes Kleidein Kleid mit Blüten für den Sommer

herzliche Dezembersonnengrüße

Laura

 


der zweite Schuh ist noch verschollenin stickwütigen Abendstunden ist eine kleine Blumenwiese entstanden

eine ruhige erste Adventwoche Euch

herzlich

Laura

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