Dezember 2009

vor ein paar Tagen erreichte mich eine mail mit der Kopie eines Buchauszuges, die 12 Rauhnächte betreffend , mit diesen geliehenen Worten möchte ich mich bei Euch für dieses Jahr verabschieden und bedanken.
Bis zum Januar, hoffentlich wird er klirrend kalt und verschneit
herzlich Eure Laura

Aus Cordelia Böttcher, Das Buch der 12 heiligen Nächte.
Die Weihnachtszeit der zwölf Nächte und Tage wird vom 25. Dezember bis zum 6. Januar gerechnet, 
wobei dieser Tag der Heiligen Drei Könige bereits der Beginn einer neuen Festzeit ist (…)
Diese Nächte und Tage genauer zu beobachten geht auf die Erfahrung zurück, die einerseits alt 
überliefert und andererseits auch heute vielfach erlebt ist, und die zeigt, daß in dieser Zeit die Keime 
für das kommende Jahr gelegt werden. Was sich in den zwölf Monaten des neuen Jahres entfalten 
wird, kann in den zwölf Nächten der Weihnachtszeit vorgefühlt werden. An der Bildung unseres 
Schicksals sind wir als Mensch beteiligt. Die Weltereignisse und der „Zeitgeist“ geben den großen 
Rahmen für unser Leben, in der individuellen Ausgestaltung haben wir großen Spielraum. „Jeder ist 
seines Glückes Schmied“, sagt ein Sprichwort. Die Art, wie auf eine Herausforderung geantwortet 
werden kann, bestimmt die Ereignisse wesentlich, wendet eine Sache zum Guten oder macht alles 
noch komplizierter und schwieriger. Eine besondere Erfahrung ist es festzustellen, daß tiefer Friede 
die Seele erfüllt, wenn sie denken und auch fühlen kann: „Dieses Ereignis kommt zwar von außen, 
aber es gehört zu mir, es ist, als habe ich das selbst gewollt.“ Dieser unbewußte Anteil der 
Schicksalsgestaltung ist in der Welt der vorgeburtlichen Existenz der Seele zu suchen, wie auch in 
jeder Nacht im Schlaf. Wir sind in unserem Leben mit tausend Fäden mit anderen Schicksalen 
verbunden. Was sich in diesem Gewebe gestalten wird, ist durch sensible Aufmerksamkeit in der 
Weihnachtszeit zu ahnen. (S. 8f)
(…)
Dieser Zeitraum kann auf einem astronomischen Hintergrund gesehen werden, der sich vereinfacht so 
beschreiben läßt: Der Sonnenlauf des Jahres umfaßt in den zwölf Monaten 365 Tage, die zwölf 
Monden­Monate aber beinhalten nur 354 Tage. „Die Differenz beträgt elf, in Schaltjahren zwölf Tage.
Wenn am 6. Januar Neumond ist, dann ist am 25. Dezember ein Mondjahr mit zwölf Lunationen 
vollendet. Es fehlen dann noch die zwölf Tage bis zum vollen Sonnenjahr. Sie wurden bei den 
nordischen Völkern anschließend an den 25. Dezember eingeschaltet, um das Mondjahr mit dem 
Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bringen“ (Hoerner, Zeit und Rhythmus).
Diese Tage waren den Göttern geweiht, der Mensch wußte sich mit den höheren Welten verbunden.
Dazu gehörte die ahnungsvolle Wahrnehmung, daß in diesen zwölf Nächten die kommenden zwölf 
Monate in ihrem Charakter konzipiert werden. In den Aufwachträumen konnte Prophetisches 
aufgefangen werden. (S. 20f)
(…)
In den angedeuteten Motiven lassen sich vielerlei Beobachtungsfelder für die zwölf heiligen Nächte 
und Tage entdecken.
Vor allem das Einschlafen und Aufwachen könnte sorgsamer als sonst beobachtet werden. Vielleicht 
sind morgens Träume festzuhalten oder eine besondere Stimmung, vielleicht gehörte Worte.
   Ein andere Feld ist das Licht. Wie verschieden die Witterungsverhältnisse auch jedes Jahr sind und 
am Tag wechseln, es ist fast immer möglich, die besondere Lichtqualität dieses Tages zu beschreiben. 
Oft ist darin etwas von den Licht des Monats, den dieser Tag vertritt. Bei der Lichtbeobachtung
könnte man versuchen, z. B. jeden Tag den Morgenhimmel mit seinen Farben und Wolkengestalten 
anzuschauen und vielleicht mit Hilfe von Farbstiften eine Skizze zu machen.
   Welche Menschenbegegnungen sind plötzlich unerwartet da und erweisen sich als bedeutsam, 
welche ’Zufälle’ gibt es, welche Briefe kommen, welche wollen endlich geschrieben werden?
   Zu den Beobachtungen, die mehr da betreffen, was in irgendeiner Weise ’von außen’ an einen 
herankommt, können vielerlei eigene Aktivitäten dazukommen.Angefangen bei einer sorgfältigeren 
Vorbereitung auf die Nacht: eine besinnliche Tagesrückschau und ein Gebet vertiefen die 
Empfindung für die Heiligkeit des Schlafes und dadurch wird der Nachklang der Nacht deutlicher 
sein.
   Rückschau und Vorblick sind Thema der ganzen Weihnachtszeit. Die Monate des vergangenen 
Jahres können rückwärts durchwandert werden in Ergänzung des Vorfühlens des kommenden Jahres. 
Genaue, ungeschminkte Erinnerung verarbeitet, was noch liegen geblieben ist, aus welchen Gründen 
auch immer, und gibt neuen Impulsen Kraft.
   Eine Hilfe ist es, in dieser Zeit möglichst regelmäßig zu leben. Der Seelenspiegel beruhigt sich und 
kann klarer die Sterne spiegeln, wie ein klarer Gebirgssee. 
   Für alle geistige Tätigkeit lohnt es sich, große Themen zu wählen, die die Seele über die 
Tagesanforderungen erheben und das Gefühl für große Zusammenhänge und Heiliges beleben.
   Man könnte Zwölfheiten studieren:
die zwölf Apostel,
die zwölf Monate mit den Tierkreisbildern und ­zeichen,
Darstellungen vom Tierkreis in der Kunst,
die Sternbilder am Himmel,
die zwölf Edelsteine vom ’Neuen Jerusalem’  (Offenbarung des Johannes 21, 19­20): Jaspis, Saphir, 
Chalzedon, Smaragd, Sardonyx, Karneol, Chrysolith, Beryll, Topas, Chrysopras, Hyazinth, Amethyst.
die zwölf Sinne ( Tast­, Lebens­, Eigenbewegungs­, Gleichgewichts­, Hör­, Wärme­, Seh­, 
Geschmacks­, Gedanken­, Laut­, Sprach­ und Ich­Sinn),
die zwölf Tugenden (Devotion, inneres Gleichgewicht, Ausdauer, Selbstlosigkeit, Mitleid, Höflichkeit, 
Zufriedenheit, Geduld, Gedankenkontrolle, Mut, Diskretion, Großmut),
das Gedicht ’Die Geheimnisse’ von Goethe,     
Märchenmotive.
   Die angeführten Gedenktage ließen sich vervollständigen durch Geburts­ oder Todestage 
besonderer oder persönlich bekannter Menschen, und deren Biographien könnten Gegenstand des 
Studiums sein.
   Es kann zur Signatur eines Jahres gehören, welches Thema einen überhaupt am meisten 
bschäftigt und in der Weihnachtszeit vertieft werden möchte.
   Alle diese Überlegungen können dazu führen, zu fühlen, daß die Zeit der heiligen zwölf Nächte und 
Tage in keinem Fall, auch nicht zeitweise, in äußerer Hektik ertrinken soll, daß kleine Inseln von 
seelischer Ruhe und geistiger Helligkeit immer da sein möchten, wenn man an dem Segen dieser tage 
Anteil sucht. In dieser Zeit ein Tagebuch zu führen, wird solche Inseln der Ruhe schaffen können. 
(S. 37­39)

ist eine Weihnachtsgeburtstagspuppe für ein Kind ganz in meiner Nähe.
Und wenn ihr ganz genau hinseht, könnt ihr auf dem Foto sogar die Eisblumen erkennen.
ich wünsche Euch eine gute Nacht.

….vom Himmel hoch da komm ich her kommet ihr Hirten ihr Männer und Fraun ich bring euch böse nicht schöne Mähr, das soll Euer blöde Sonne mehr Fuchs du hast die ei Du Füchslein sei doch lieb Hänsel welche Not und ich kenne diese Lieder gut gedenken und dann gehen die Lieder ( gähnen) wo die Heiligen kamen und wenn ich da wieder wär denk ich der heiligen Mähr oh Du schöner Tod wenn ich wiederkomme gib mir eine Schumme ( ?) in Mutters Stübele oh Du schöne Weihnachtszeit!  -   das war ein kleiner Auszug der Dichtungen, die seid einer Stunde aus dem Kinderzimmer schallen.
Wir waren heute Schlitten fahren im Friedrichshainer Volkspark und sind dann von dort bist nach hause in die Stargarderstr. gelaufen und mein kleiner Dichter hat sogar noch die ganze Zeit den Schlitten gezogen, über Rollsplitt! Den einen macht das Wetter müde (Luka ist sofort um 19 Uhr rotwangig in Tiefschlaf verfallen) , auf andere scheint das Wetter eher anregend zu wirken. Und mich macht es glücklich dieses kalte Wetter und der  Schnee!
Und glücklich war ich aber auch darüber ,das es vergangenes Wochenende nicht ganz so kalt war wie heute – meine Gesichtsmuskulatur ist mir erfrohren auf dem Kollwitzplatz Weihnachtsmarkt . Und doch waren sie gut die beiden Markttage, so konnte es zu vielen echten Begegnungen kommen, die Puppenwerkerei ist ja doch eine recht im Abgeschlossenen vor sich gehende Tätigkeit . Ich war erstaunt wie viele doch immer wieder auf meiner Seite zu besuch sind und jetzt endlich mal  erleben wollten wie sich so eine Puppe anfühlt im Arm, in echt.
Sogar ganz junge Leserinnen habe ich, ein Mädchen vielleicht 10 Jahre hat ganz selbstständich im Internet herausgefunden das wir einen Marktstand haben und ist dann vorbeigekommen mit ihren Eltern, ihre Puppe neu einzukleiden. Mütter die hin und her überlegen ob es die oder doch die andere Puppe ist, spontane Verliebungen in diese eine Puppe, große Mädchenaugen kleiner Mädchen , die nicht mehr weiterwollen, nur noch die  Puppen bestaunen, Wutanfälle weil es jetzt und sofort dieser rosa Puppenrock sein muß, große Mädchen die ganz beseelt und ein wenig beschämt im Hintergrund bleiben, weil sie ja eigentlich schon zu groß sind für Puppen, aber ihrem Zauber noch immer erliegen. Was ist das mit den Puppen, das sie eine solch innige Beseeltheit hervorrufen?   

(wenigstens diesen einen , wenn auch sehr verschwommenen Eindruck des Marktwesens wollte ich noch mit Euch teilen)  
  Nicht aber bei den Männern, die zückten nur immer etwas erstaunt ihre Geldtaschen, trieben ihre Frauen zur Eile an, fühlten sich fehl am Platze – aber einen Mann gab es, der blieb ganz fasziniert stehen, während seine Frau gesengten Blickes weitereilte.
Ach es war schon sehr wunderbar das Eismarkteln, doch auch sehr Kräfte zehrend, erst zwei Stück Torte und ein warmes Bad konnten mich wiederbeleben.
Ich möchte allen danken die da waren und es zu einem so reichen Erlebnis gemacht haben, das Marktstehen, und ganz besonderen Dank an meine Mitmarktdamen Michele , Maria und Maarit.
Und jetzt noch das Bild der Puppe die für einen ganz besonderen mir lieben, kleinen Menschen bestimmt ist.
Heute morgen gab es Eisblumen an unserem Fenster- Kindheitserinnerung-ich hoffe morgen sind sie noch da und ich kann die letzte Puppe in diesem Jahr vor Eisblumengärten fotographieren.
eine gute Nacht euch
Laura

so ,jetzt ist er endlich fest, der Termin für den ersten Puppenkurs :So 17.1. und So 24.1. von 10- 17 Uhr im Waldorfkindergarten Fliederhof.
Marlene s Puppe ist auch fertig
und jetzt muß ich meine Jungs holen und Plätzchen backen, ist ja bald Weihnachten und alle Dosen sind noch leer.
Und heute Abend gehts ins Clärchens Ballhaus Swing tanzen, bin ganz steif und verstrickt von der ganzen Nadelei, wird gut tun ein wenig die Glieder zu schütteln.
Und dann morgen mehr worte , geschichten vom eismarkteln.

Auf dem Basar der Waldorfschule http://www.schulemachen.com bin ich auf eine ganz wunderbare Weihnachtsbaumverwendung aufmerksam geworden. Ein Mann ,mir leider unbekannt ,sammelt die Bäume ,läßt sie abnadeln , entfernt die Äste, so das aber noch kleine Aststumpen bleiben, zersägt den Stamm in handliche Bauklötze schnitzt sie noch ein wenig ,schmirgelt sie liebevoll und so können die Kinder das ganze Jahr über fantastische Gebäude aus ihrem alten Weihnachtsbaum bauen. Dieses Jahr werde ich entlich nicht mehr durch die Straßen gehen an Silvester und mir den Kopf darüber zerbrechen wie man diese armen ausgedienten Bäume denn noch nutzen könnte. Vielleicht werden dieses Jahr noch viele andere Familien ihren Baum aufheben und ihn pflegen wie ein liebes Familienmitglied und in Kinderspielzeug umwandeln!
Morgen ist Basar in unserem Kindergarten Fliederhof in der Zionskirchstraße  49 , dort könnt ihr Euch meine Puppen ansehen ,Kuchen essen und Schiffchen blasen und ganz besonders sehenswert, Michele wird einige ihrer gehäkelten Kunststückchen und ganz feine Weihnachtskarten dabei haben, von 11-17Uhr.
Am Sonntag geht die Marktelei dann gleich weiter am Kolwitzplatz auf dem Weihnachtsmarkt mit meinen Puppenfreundinnen Maria und Maarit.

Und jetzt noch ein Bild von den beiden Schwestern, bei denen zu guter letzt doch noch alles gut ging
einen ruhigen dritten Advent wünsche ich Euch
Laura

Morgen ist wieder Krötenzeit und übermorgen auch ,jeweils um 16 Uhr im Theater am Schlachthof in der Hausburgstraße 22, es ist jedesmal eine große Freude vor den Kindern zu stehen, sie in Erstaunen zu versetzen ,sie auch ein wenig zu erschrecken um sie gleich darauf wieder zu Lachen zu bringen. Morgen und Übermorgen sind die letzten Vorstelungen für dieses Jahr, also wer noch nicht da war, der hat noch zweimal die Möglichkeit vorbeizukommen. 2010 geht es dann mit der "Nachtigal" weiter.
Hier gehts schaurig lustig zu in unserer Windpockenquarantäne!!!!! Montag gehen meine zwei streitlustigen Herren wieder in den Kindergarten, dann kann ich ein wenig schreiben über die Zeit die wir hier erlebt haben….ganz manchmal wars auch lustig- vorallem im Nachhinein!  Heut Abend vor dem Einschlafen haben die beiden sich damit beschäftigt die Krusten abzukratzen, die ich nun tagelang wie meinen Augapfel gehütet habe " Oh schau mal Mama ,lauter Löcher!" tripp ,tripp,tripp zurück ins Bett—-trapp ,trapp,trapp wieder zurück ins Wohnzimmer  " Mama, Mama, schau mal das ist ein ganz großes Loch, da passt ein Wurm rein!"   – Ich : "Oh ja ,schön, geh jetzt aber mal schlafen!"
-tripp zurück ins Bett und seid dem letzten "tripp" sitze ich nun im Wohnzimmer Mutterseelenallein, nur mir selbst natürlich als Mutter und erleide eine Wurmphobie attacke! Bei mir sind es die Würmer,bei manchen die Mäuse,aber bei mir die Würmer- vor Jahren sah ich diesen Film die Menschen waren im Urwald mit dem Flugzeug abgestürzt und hatten Wunden aus denen Würmer herauskrochen-!!!!!!!!!
Ich wollte nur kurz eben die Kröte ankündigen, und da konnte ich dann doch nicht an mich halten mit den Würmern – Oh,oh ich glaube ich bin eine ganz bösartige Windpockenwurmmutter geworden- verzeiht und träumt etwas gutes von Schmetterlingen und Weihnachtsengeln
Laura