November 2011

 


der zweite Schuh ist noch verschollenin stickwütigen Abendstunden ist eine kleine Blumenwiese entstanden

eine ruhige erste Adventwoche Euch

herzlich

Laura

so der Nachbar heute, der unsere Proben für den Problembär belauschte!

Wer mehr wissen möchte komme morgen Abend vorbei:

Liebe Freundinnen und Freunde unseres kleinen Theaters,

Unsere Herbstspielzeit biegt auf die Zielgerade. Zwei Samstage noch und an diesen gibt es unseren bayrisch-russischen Klassiker “Der Problembär” zu sehen. Karl Valentin trifft Anton Tschechow, und das in kleinstem Rahmen im schönen Friedrichshain. Am 26.11. und am 3.12. um 20 Uhr.
Eine Zugabe haben wir danach noch für Leutchen und Leute ab 3 Jahren. An den Adventssonntagen 4.12., 11.12. und 18.12. gibt es nachmittags Kinderadvent im Theater am Schlachthof mit Märchen lesen, basteln und anderen schönen Sachen. Nähere Infos folgen.
All dies und Näheres wie immer auf unserer Webseite.
Herzliche Grüße
Eckhard Greiner

Theater am Schlachthof

Hausburgstr. 22

10249 Berlin

 

030-42085701

info@theater-am-schlachthof.net

www.theater-am-schlachthof.net

Ich freue mich auf Euch

Laura

soviel sei noch verraten, meine Blockflöte ist aus gelbem Plastik!

Australien

ist das Reiseziel dieser Puppeherzliche Grüße

Laura

 

Mia

Mia ist 35cm groß und gegen die Novemberkälte in ein warmes Wollkleid gehüllt.

Ihr könnt sie direkt bei mir, oder über meinen etsyshop erwerben.

Eine warme Zeit Euch

Laura

 

Dresden war die Reise wert.

Jetzt läßt sich natürlich spekulieren,was so eine Reise von Berlin nach Dresden wert ist, da beides nicht allzu weit von einander entfernt siedelt – aber was ist mehr wert, eine kurze oder eine weite Entfernung?

Vielleicht weiß auch darauf die Butter antwort, vielleicht auch nicht.

Doch ich will von vorne beginnen, von damals, als ish noch nicht wußte was so eine Butter alles erzählen kann, bis jetzt, da ich keine Butter mehr unschuldig mir aufs Brot schmieren kann.

Dresden begann als virtuelle Bekanntschaft.

Dany wollte eine Puppe.

Ich wollte die echte Sixtinische Madonna sehen.

Dany fand meine Seite,meine Telefonnummer, eins kam zum anderen und unverhofft saß ich im Zug nach Dresden.

Froh ein ganzes Wochenende nur mich selbst organisieren zu müssen.Die Organisation zu Hause blieb bei meinen Mann,der sich ihrer und unseres Haushaltes bestens annahm ( leere Wäschekörbe,saubere Böden und volle Töpfe)

Bahnhof Dresden.

Einkaufsstraße, eine Ladenkette neben der anderen, eine Restaurantkette ging in die nächste ünber Kentuckymacnordseepizzafood.

Doch dann ein Lichtblick: Cafe Prag

                                         für alle die es nicht wissen,das rote Auto vor dem Cafe Prag ist eine Corvette!

Das versprach Glanz und Romantik vergangener Königszeiten zu Dresden. Da wollte ich zu mittag speisen und dann würde ich gewiss vom Dresdner Adel im roten Flitzer zu meiner Kursadresse gefahren werden….

Das Cafe Prag war verschlossen und auf der prächtigen Eingangstreppe warb ein Händler mit billigen Mützen, pflegeleicht,Made in China – neben China Mützen polnischer Honig direkt vom Imker.

Kein Glanz mehr nur noch müdes geklimper der Groschen.

Noch 100Meter dann esse ich zu mittag. Mich traf eine Pastakette – es hätte schlimmer kommen können – ich wurde satt und die Sonne schien.

Zum Kurs gings mit der Tram, der Corvette Besitzer ließ sich nicht blicken.

Nun folgt eine einizigartige Gastfreundschaft,für die ich mich noch einmal vollen Herzens bedanken möchte, und ab 16Uhr Verschwinden, hinter Nähmaschine,Nadeln,Wolle und was es eben so braucht ,um eine Puppe zum Leben zu erwecken.

Fünf Frauen waren wir und jede Menge Kinder,ich hatte meine Zweifel- jetzt habe ich sie nicht mehr , es ging ganz wunderbar mit den wuselnden kleinen Helfern.

auch gab es einen großen kleinen Helfer, der sich mit Dresdens Türmen befasste

Nachts kurz vor dem schlafen noch ein eingenähter Finger bei der Gastgeberin

und dann erschöpftes Versinken in Fusseln ( eine Puppenmacherin entpuppt sich durch die sie ständig wie einen Heiligenschein umflirrenden Fädchen jeglicher Coleur!), im Schlaf Träume von Puppen und Nadeln …

Frühstück.

Vor mir die Butter, ich betrachte sie und über lege, wie ihre Nutzung hier wohl ist. Schabung (regional verschieden auch Kratzung genannt) ,oder Schnitt?

Ich meine Schabespuren zu erkenenn, und lasse mein Messer sanft über die Butter gleiten.

Gleich entspinnt sich eine wilde Diskusion über die Butter Nutzung. Wir stellen fest es gibt die Butter- Kratzer, welche die Butter von Oben abkratzen oder schaben und es gibt die Butter-Schneider, die mit einem präzisen Schnitt das Buttertochterstück, vorgesehen zum Verzehr, vom Buttermutterstück trennen.

Nach eingehender Feldforschung stellt sich herraus:

der Butterschaber ist ein unordentlicher,chaotischer,sogar zu Schmuddeligkeit neigender Mensch,

der Butterschneider ein ordnungsliebender,strukturierter, sauberer Mitmensch.

Ich mußte eingestehen,das ich zu den Butterkratzern gehöre ( ich wollte nicht ganz so schlecht dastehen,aber auch nicht lügen, verschwieg so den wahren Zustand meiner Butter).

Angekommen in Berlin, galt mein erster Blick der Butter im Kühlschrank , und ich erschrak, wir sind nicht nur Butterkratzer wir sind regelrechte Butterbohrer, fast Butterschänder!

Seid dieser Erkenntnis bemühe ich mich eisern um bessere Tischsitten, und hoffe damit auch auf unsere gesamte Lebensweise einzuwirken.

Vielleicht läßt sich ja das ganze Leben über Tischsitten gestalten?!

Stunden wurden wieder den Puppen gewidmet,auch wenn die Butter in mir weiterarbeitete.

Ich bin immer wieder erstaunt über die verschiedenen Arbeitsweisen meiner Teilnehmerinnen.Eine Kursteilnehmerin widmete sich zwei Tage ausschließlich dem Kopf, die Mutter unserer Dame an der Nähmaschine.

Eine andere Puppe trägt bereits Hosen.

Eine Puppe ist den Motten zum Opfer gefallen. Sie ruhte seit zwei Jahren still in ihrer Plastiktüte und sollte in meinem Kurs nur noch Haare bekommen, wir mußten sie begraben, die Motten hatten sich ihrere angenommen, schnell wurde eine neue Puppe zum Leben erweckt.

Und hier sind sie ,frisch geboren

Es war wunderschön,die Stadt, die Menschen und meine reiselust ist geweckt,ich möchte mehr Kurse in anderen Städten geben.

Meine Madonna habe ich gesehen. Zusammen mit vielen anderen Menschen.

Und ganz zum Schluß habe ich noch ihn gesehen, es gibt sie noch, versteckt zwischen Porsche,BMW und Mercedes


Im Zug war es dunkel und voll, doch voll und dunkel war den meisten Menschen zu unheimlich, so daß ich einen Platz im Dunkeln bekam, vielleicht hat die Madonna ihn mir reserviert…

 

 

 

Noch einmal Markt in diesem Jahr

eine neue Puppe habe ich für den Basar genäht und einen Puppenwagen, etwas quitschend allerdings.

Und dann gibt es wieder mehr Worte.

Worte zu Dresden und Butter .

Ich freue mich Euch beim Markt zu sehen

herzlich

Laura