Februar 2013

Puppenkurse…

Es ist so eine Sache mit den Puppenkursen, sie benötigen so viel Vorarbeit -Termin?!!! Werbung,mails,mails,mails,Material bestellen, zuschneiden,nähen,mails,mails,organisieren…. – das es mich immer viel Überwindung kostet irgendwo einen Termin freizuschaufeln, das Jahr kaum begonnen ist schon wieder zugeschüttet mit Terminen und ich opfere ungerne von meinen kostbaren Wochenenden,an denen ich Zeit mit meinen Kindern verbringen möchte, die unter der Woche einfach eingealltagt werden.  Und dann ist ein Termin gefunden, ein Ort

alles vorbereitet

die Arbeit in vollem Gange

die Fädchen und Nadeln beginnen langsam ein Eigenleben zu führen

der Puppengeist erfüllt den Raum

…dann frage ich mich immer ,wie konnte ich nur wieder so viel Zeit vergehen lassen ,seid dem letzten Kurs?!

Diesmal war es ein ganz kleiner Kurs, der Teilnehmerliste erging es wie einer Person gefangen in der Jojodiätfalle – aber diesen Kurs jetzt abzusagen,das fühlte sich nicht gut an, und so waren wir zu dritt am Samstag in tiefste Konzentration versunken.

Es wurde auch geredet, bei jedemPuppenkurs kommt es irgendwann zum Thema Geburt und beim nähen einer Puppe gibt es so viele Vorgänge ,wie die die wir von der Geburt kennen,nur andersherum. Puppen werden von Außen nach innen geboren, nicht wie der Mensch von Innen nach Außen.

Es war so still,das wir nur das Ticken der Uhr hörten und die Frage kam auf,ob ich beim Arbeiten Musik höre?

Ja manchmal, manchmal sitze ich auch stundenlang im Stillen und vergesse ganz ,dass ich Musik hören könnte, an anderen Tagen sind es Hörspiele.

Wie erhofft war der Kurs ein sehr,sehr feiner kleiner Kurs und ich möchte mich herzlich bei meinen beiden Teilnehmerinnen Julia und Juliane für die konzentrierten Stunden bedanken.

Werkbetrachtung

Bald ist es März,bald ist es Frühling und die Spielzeit im Theater am Schlachthof beginnt wieder.

Schon morgen stehe ich wieder auf der Bühne, als Lysistrate,Chor,und Kineseas.

Kommt vorbei, für alle die eher mit kulinarischen Genüssen zu locken sind, es gibt guten Wein und gutes Essen und keine Sorgen ,Faden und Stecknadeln sind wieder in Ihren Schachteln und machen das Theater nicht weiter unsicher.

herzlich

Laura

ein sonniges Persöhnchen ist entstanden – leider sind die Lichtverhältnisse in Berlin momentan eher Schattenverhältnisse, sonst könntet Ihr auch sehen ,dass die Puppe für Wenkes Tochter ein kleines Sonnenkind geworden ist

habt einen guten Tag, phantasiert ihn euch ein wenig sonnig!

Laura

Der Handschuh

In den letzten Tagen erhielt ich zwei emails aus der Vergangenheit – über beide habe ich mich sehr gefreut, zwei Geschenke.

Die eine email war von der Kostümbildnerin des ersten Stückes in dem ich noch während meiner Ausbildung spielte. Es war alles ganz unglaublich aufregend, den Mund bekam ich kaum auf, was nicht weiter schlimm war,da ich sowieso eine stumme Rolle hatte.Aber ich spielte in einem richtigen Theater, die Baracke des Deutschen Theaters in Berlin, ich bekam richtiges Geld dafür, obwohl ich noch richtig in der Ausbildung war und konnte richtige Theatertiere in freier Wildbahn erleben und mit ihnen das Futter teilen.  Heute hat sich mein Blick auf das “richtig” wohl ein wenig gewandelt, aber in Bezug auf das Kostüm bin ich bei meiner Meinung geblieben – meines war mit Abstand das schönste!

Ich war nur eine Magd- doch Almut hat sich ausgetobt als wäre ich eine Königin – natürlich bin ich die Magd geblieben,schließlich ist Almut eine hervorragende Kostümbildnerin, aber es gab die königlichsten Details an meinem Kostüm. Geblieben ist ein alter Handschuh und von dem kam ein Foto mit der mail.

Eigentlich ist der Handschuh ein Fäustling,aber für die arbeitende Bevölkerung, darum gab es für Daumen und Zeigefinger ein extra Schlupfloch. Sehe ich den Handschuh fühle ich gleich wieder das rauhe Material auf der Haut und bin eine Magd im fernen Russland, die nicht so ganz versteht warum sich die Herrschaft so quält, wo sie doch genug zu essen haben … Tschechow ! Kleines Geheimnis, ein Bildband über ihn steht an meinem Kopfende und sein gütiges Gesicht bewacht meinen Schlaf…

Ich komme gar nicht mehr heraus aus dem Schwelgen erinnern und Schwärmen – das war also die eine Lichtmail in der Matschtristesse dieses grauen Februars.

Die zweite Lichtmail stammte vom Garten, vom Glücksgarten,dort müsst ihr in nächster Zeit unbedingt vorbeischauen, da ist aus einem Brief auf dem Badezimmer Teppich ein Buch geworden,das am 25.Februar erscheint, ich habe es mir gleich bestellt und werde Euch sobald ich es gelesen habe davon berichten. Constanze, die Autorin dieses Buches hat mich an eine sehr wichtige Zeit aus meinen “frühen Tagen ” erinnert, als ich mit meiner Freundin in Schaufenstern schwamm, wünsche erfüllte und mit amerikanischen Countrysongs über deutsche Marktplätze tingelte – dieser Geist wird jetzt wieder belebt in welcher Form auch immer.

Zurück zum hier und jetzt: Auf der Straße liegt eine Mischung zwischen Matsch und Schnee und auf meinem Arbeitstisch fertige und halbfertige Puppen, es tut sich also auch was in der Werkstatt und nicht nur hier im Virtuellen. Am Wochenende wird es auch handwerklich werden,beim Puppenkurs in kleinster Runde, ich bin schon voller Vorfreude,da zum ersten mal die Puppen im Theater entstehen.

Mit einem Dank von Herzen an Almut und Constanze

einen guten Tag Euch allen da draußen in Matsch und Schnee, doch bald wird Frühling mit Veilchen,Osterglocken….

Laura

Heute stehe ich mit leeren Händen da – und den besten Grüßen zum Wochenende.Ich dachte mir gerade beim Kuchenbacken, ich habe einen neuen Herd, einen der nicht alles verbrennt und doch roh läßt, es ist an der Zeit die Stille zu durchbrechen.

Natürlich war die Stille nicht wirklich eine Stille, sondern viel mehr eine Geschäftigkeit, wir hatten eine Taufe und somit auch viel Familie im Haus und viel Vorbereitung und viel Nachbereitung (noch immer schmiegen sich die Wäscheberge an die Waschmaschine und die Wäscheständer laden zum Hürdenlauf ein)

Beim Basteln der Taufkerze

Spezialanfertigung aus Kinderhand

weitere Vorbereitung

Beim Betrachten meiner leeren Hände merke ich soeben,dass sie gar nicht wirklich leer sind,gestern habe ich an Freunde eine mail verschickt mit dem Betreff: Ankündigung, eine art persönlicher Veranstaltungskalender,hier ist er:

Liebe Freunde,

ein paar Ankündigungen:
Am Sonntag 17.2. gibt es ein Clownkonzert “ Die Vier Temperamente” mit dem Kammerorchester der Philharmonie und unserem künstlerischen Leiter der Roten Nasen als Filou der Clown – ich werde mit meinen Jungs hingehen es wird bestimmt ein Erlebnis, kommt Ihr mit?
Am 23. und 24.2. gebe ich wieder einen Puppenkurs, es gibt noch Plätze, wer kommt hin?
Ab März starten wir wieder im Theater am Schlachthof unsere Spielsaison, los geht es am 1.März um 20Uhr mit Lysistrate, wer kommt?
herzlichste Grüße
Laura
Nun ist wirklich nichts mehr zu finden in meinen Händen, ich wünsche Euch ein gutes Wochenende und eine erfüllende Betrachtung Eurer Hände

Streugrüße

zum Wochenende will ich Euch senden. Einen kleinen Trick verraten.

Bei uns wurde Geburtstag gefeiert im Januar

um drei Uhr Nachts standen sie zum ersten mal an unserem Bett mit der Frage,ob es schon morgen sei!

Geduld, nur Geduld!

und dann endlich einige Stunden später, offizielle Geburtstagseröffnung mit Kuchen

und hier mein kleiner Trick.Schlichte Kuchen lassen sich wunderbar verzieren mit Spitzendeckchen und Puderzucker.

Einfach ein Deckchen als Schablone auf den Kuchen legen, durch ein Sieb Puderzucker drüber streuen, Deckchen vorsichtige wieder abnehmen – fertig!

Bei 1000Rehe rumort es ein wenig, neue Formen müssen gefunden werden und nicht nur für die Puppen. Noch liegt alles im tief gefrorenen  Boden und keimt, ich bin gespannt was sich da so auswächst?!

Die nächste Puppe braucht wohl noch ein Weilchen – habt ein gutes Wochenende.

herzlich

Laura