September 2013

Schön grau

Vor ein paar Monaten habe ich einen Vortrag besucht, da ging es um die Farbe Grau.Ein Schriftsteller uns ein Maler  haben sich Gedanken gemacht und assoziiert über diese Farbe die nicht wirklich eine ist, und doch weißt allein eine Farbenfirma auf über 100 verschiedene Grautöne in ihrer Palette hin.

Mausgrau, Wolf ,Beton, graue Eminenz, das graue Haar des Alters, bei Momo die grauen Männer,graue Zeiten…

In der letzten Woche habe ich viel nachgedacht über grau, graue Himmel herbei gewünscht, damit das Arbeiten leichter von der Hand geht, auch liebe ich graue Wollpullis, grauen rohen Beton, graue Schuhe und nicht zu letzt meine grauen Haare, die eigentlich weiß sind – graue Wolken durch die sich Sonnenstrahlen schieben

Gibt es eigentlich graue Blumen?

Bei all dem grau habe ich an zwei bunten Puppen gearbeitet, Afrikanerinnen ,die bald zu einer Familie verreisen in der schon vier andere 1000Rehe Puppen ungeduldig ihre Ankunft erwart. Ohne das grau um mich herum hätte ich die kräftigen Farben der zwei Puppenkinder gar nicht so genießen können, auch so eine wunderbare Eigenschaft der Farbe Grau, sie ermöglicht es den anderen Farben erst richtig ihre Farbe auszustrahlen. Habt ihr euch schon mal länger Gedanken über eine Farbe gemacht, es ist ganz erstaunlich wo so eine Farbreise überall hinführen kann.

Blau begleitet mich nun schon seid einigen Monaten auf ganz spezielle Weise, wieviel blau es in der Welt gibt!

Da war die vergangene Graue-Woche eine willkommene Abwechslung und doch freu ich mich zurück zum blau zu kommen, kaum kann ich die klaren,kalten Winterhimmel erwarten mit ihrem einmalig strahlenden blau…

Wenn es mir dann doch zu viel wird mit dem blau, dann flüchte ich für kurze Zeit zu sonnigem Gelb.

So wünsche ich Euch ein blaues Wochenende mit grauen Wolken und goldenen Sonnenstrahlen.

Laura

Der Sommer war ein spezieller und im Herbst, der offiziell ja noch gar nicht da ist, anzukommen will mir nur langsam gelingen,drum auch hier hartnäckige Stille, aber langsam wirds wieder lebendig.

Gestern hatte ich Gesellschaft beim Puppen nähen, schon lang wars nicht mehr so gemütlich das Arbeiten zu Hause.Draußen Sonne, die uns ihre Grüße vorbei schickte und im Zimmer der jüngere meiner beiden Söhne und ich einträchtig am Arbeiten.

Heute geht es schon etwas wilder zu,hinter meinem Rücken verwandelt sich unser Wohnzimmer gerade in ein architektonisches Kunstwerk “die größte Höhle, die ich je gebaut habe!”

- wirklich konzentrieren kann ich mich nicht, denn alle paar Sekunden tönt der Schlachtruf ” Mama, ich brauch noch mehr Decken!”

Gern lass ich mich durch seinen Deckenruf stören, waren es in letzter Zeit doch immer nur Minecraftstarwarsseedpsyrufe die mich aus meiner Konzentration holten und eine Bullerbüfront errichten ließen. So lagen wir da jede Partei in ihrem Schützengraben,von der Seite der Kinder flogen Minecraftstarwarsseedpsytornadoraketen von meiner primitive Bullerbükanonenkugeln – jetzt ist Waffenruhe und die genieße ich morgen wird das Fieber meines Sohnes vorbei sein, beide Kinder wieder in der Schule und ich draußen in der Welt.

Mein Baumeistersohn ist sehr eigen in seinem Geschmack und so wollte er die Schuhe nicht,die ich ihm gekauft habe,dem anderen Sohn gefiehlen sie sehr, passten aber wenig. Hier sind sie:

beste bio Waldsiedlerschuhe von GEA. Ungetragen und für nur 49€, sonst kosten sie um die 80€, größe 34, wer sie mir abkaufen möchte melde sich bitte bei mir,Quittung, Schuhkarton alles vorhanden. Hiermit ist mein Herbstflohmarkt eröffnet, ich bin gerade fleißig am ausmisten und räumen, in den nächsten Tagen wird es noch ein paar antroposophische Bücher geben und mal sehen was sich sonst noch so schönes, doch für mich nicht mehr brauchbares findet.

Mittlerweile zieht sich eine Filzschnur quer über meinen Bildschirm, eine Stromleitung – die größte Höhle der Welt ist an die Moderne angeschlossen, sie hat Strom bekommen ” Weil ich so viel ipod zocke!” es ist wohl langsam an der Zeit wieder im Schützengraben zu verschwinden!

Morgen sind sie dann endlich fertig die zwei Afrikanerinnen

hier noch ungekämmt und ohne Zöpfe und außerdem nur die eine, sie trägt ein Kleid aus dem gleichen Stoff wie meine Küchengardine, auch ich habe ein Kleid aus diesem Stoff – er gehört zu meinen liebsten Stoffen,ein uralter Baumwollstoff den ich vor vielen Jahren auf der Straße vor unserem Kindergarten gefunden habe, er wird von 1930 sein und immer wenn ich mit ihm arbeite überlege ich mir, was er wohl so alles schon gesehen hat in seinem Dasein.

Gestern  während der vierten Ritter Trenk CD bin ich in der Wohnung auf Herbstmotivjagd gegangen, raus konnte ich ja nicht,hier meine Beute

und ganz zum Schluss noch ein Bild vom fertigen Bauwerk, das hat der Bauherr und ausführender Architekt und Handwerker sich so gewünscht,außerdem dürfe ich ruhig seinen Namen nennen – Luka heißt er.

auf bald

… auf bald kann manchmal so lang sein, möge es diesmal nur bis morgen dauern!

Laura