Februar 2018

Geburtstage

 

 

 

Jedes Jahr Geburtstage.Der “Kleine” ist 12 geworden und wahrlich nicht mehr klein, der “Große” wird 14 und ist wahrlich groß,1000Rehe wird 10Jahre im November, und steht immer noch für handgefertigte Puppen, aber auch für das drum herum,das sich verändert, Geburtstage feiert und älter wird.

Der 12 jährige hat damals seine von der Oma gefertigte Puppe verloren, und darum überhaupt hat das ganze mit den Puppen begonnen, oder besser, wurde wieder aufgenommen. Habe ich wieder Puppen genäht, wie schon damals als Kind neben meiner Mutter, die Puppen nähte, saß ich nun als Mutter neben meinen Kindern und nähte wieder Puppen, die Perspektive hat sich geändert. Und aus dieser Perspektive sind mir 1000Rehe ins Bild, ins Leben gesprungen. 1000 wunderbare Dinge die ein Leben bietet, die getan werden wollen.

Die Zeit des innigen Zusammenseins mit kleinen Kindern ist vorbei, sie war schön und schön ist die gewonnene Freiheit. Die Puppen haben sich verändert, mein Schreiben ändert sich und auch die Themen hier auf dem Blog. Seid 2013 bin ich eine art Zweitehe mit Friedl eingegangen. Friedl ist mein Clown,mit ihr ,als sie, arbeite ich bei den Roten Nasen. Hier habe ich sporadisch das ein oder andere über diese Arbeit geschrieben, das soll mehr werden. Ihr werdet in Zukunft mehr über Friedl, oder auch direkt von ihr erfahren. Sie neigt von Zeit zu Zeit zu großrednerischen Verkündigungen und Dichtungen.

Die Welt der Puppen rückt immer weiter weg und doch bringt dieses Wegrücken mich näher dran, bringt die Draufsicht mich dort hin wo ich sein will. So habe ich mich letztes Jahr entschlossen keine Auftragspuppen mehr zu fertigen, da es mich jedes mal mit all den anderen Terminen unter Zeitdruck bringt und ich Stress in meinem Leben nur als Wort nicht aber als Seinszustand willkommen heiße. Die ein oder andere Auftragspuppe gab es dann doch, bereitete mir auch Freude, doch die Regel, keine Auftragspuppen ( mit gelegentlicher Ausnahme), möchte ich auch 2018 beibehalten.

Die Arbeit an den Puppen soll mir eine Freude bleiben, es soll ein Genuss sein in den Puppenrückzug zu gehen, einen ganzen Tag nur Stoff,Nadeln und Kopfgeburten um mich, bevor ich mich wieder nach Außen wende und mich durch Friedls  Neugier in die Welt ziehen lasse. Ebenfalls einen größeren Schwerpunkte sollen in Zukunft die Puppenkurse einnehmen, da die Kinder nun immer mehr das Haus verlassen, kann ich das auch. Reisen schwebt mir vor mit den Puppen und gerne mal Kurse auf englisch . Hier verstellt mir noch meine Werbehemmung den Ausblick. Die gute Werbung wird von mir arg vernachlässigt,ich will mich bemühen, jedes mal von neuem, aber dann schiebe ich auf und auf, was eigentlich nicht meine Natur ist ( nur bei Telefonaten und Werbung) die Kurse rücken näher, doch kein Mensch weiß von den Kursen – hier nun Werbung!!!

10. und 11.März 2018 Puppenkurs es gibt noch Plätze!!! Anmeldung unter 1000rehe@gmx.de

weitere Kurstermine  für 2018 ( zugegeben es sind nicht wirklich viele) HIER !!!!

…als nächstes erwarten Euch folgende Themen: Fitness, Genesung,Friedl oder vielleicht doch ganz was anderes

lassen wir uns überraschen

herzlich

Laura

Sonne im Februar, Zuckerware auf Vorrat essen, weil bald Zuckerfastenzeit für mich, und in Magazinen stöbern, kurz vorm Verlassen des Cafés noch schnell ein Foto vom nicht gelesenen Artikel, weil doch irgendwie spannend – zuhause bemerkt- verschwommen, und auch verschwommen aber noch im Hirn der Name Benjamin Clementine. Und weil soviel Sonne am Tag und sowie eben extra schon unnützvertan, genossene Zeit und lange keine Musik mehr gehört, dem verschwommenen Phantom auf den Grund gegangen. Stunde um Stunde, die Sonne meinen Rücken gestreichelt und ich auf der Spur von BC unterwegs. Was für eine Wonne ein unnütz genossener Tag.

Von der pariser Metro bis in die Carnegie Hall seine Bühne. Soviel sei verraten, nicht mehr, denn dann könnt auch ihr so einen wunderbaren Tag erleben und auf Entdeckung gehen. Selfmade, kann keine Noten lesen und bescheiden.Drei links gebe ich Euch noch und wünsche Euch eine gute Reise, genau das richtige für einen Februar zu Hause,mit guten Boxen und ein bisschen Einsamkeit von der Familie, wobei wir hier diesmal alle vier überzeugt waren das ist nicht super, das ist einzigartig grandios!

Condolence mit text

mein Lieblingsvideo, weil so pur, die anderen Videos habe ich bald sein lassen, zu viel schnick schnack für eine Person die keine Zutat braucht

und in der Metro

und jetzt hinein in den Samstag Abend, Sonntag morgen

genießt ein Musikwochenende

herzl

Laura

 

Wiederholungstäter

Wieder Winter, wieder Schnee,wieder Ski,wieder Sonne! Noch mehr Schnee als letztes Jahr,noch mehr Pisten,noch mehr Luft getankt und noch mehr Angst gehabt.

Es war herrlich und schrecklich.

Luft,Sonne und stunden lang draußen sein, da habe ich aufgetankt, doch die Pisten erschienen mir steiler als je zuvor, meine Skikünste dürftiger als je zuvor, und der Mut hat mich gleich ganz verlassen. Ich bin in etwa da angelangt wo ich als Teenager aufgehört habe mit dem Skifahren.Wir waren nicht mit den Eltern ,aber mit der Schule. Lag Schnee, und der lag immer, fiel der Turnunterricht aus wir wurden in einen Bus verfrachtet und an die Wasserkuppe gekarrt und da hieß es dann drei Stunden leiden. In der Gruppe mit den Bedürftigsten, im Schneepflug in großen Bögen die Piste hinab und mit dem Bügellift in einer Zitterpartie wieder nach oben, meist bin ich vor oben schon wieder rausgefallen und wieder nach unten gerutscht. Alles ein wenig kalt,nass , verschwitzt und unglaublich schwerfällig. Doch für manche war es ein Riesenspaß.

Nächstes Jahr werde ich mich auf des Schusters Rappen durch den Winterurlaub bewegen, oder habe bis dahin die Angst und die nicht vorhandenen Künste längst vergessen und wieder drauf auf die Bretter und hinunter den Berg.

Und doch war es wunderbar.

Die Stille im Schnee, die Ochsen vor unserer Unterkunft die sich in Zeitlupe durch den Tag bewegt haben, immer auf einem kleinen Pfad hin und her.

Jetzt frisch aufgetankt  zurück, auch hier Sonne. Unser Großer war dieses Jahr zum ersten mal mit einer Jugendreisegruppe auf der Piste. Sieben Tage Pupertätsurlaub für uns drei anderen, ein voller Erfolg. Ein bisschen anders als erwartet, aber manchmal schlummern die kleinen und großen Himmelsgeschenke eben in den unerwartetsten Ecken.

” Mama, es war Super, aber nächstes mal komme ich wieder mit Euch!” auf die Frage warum, erzählt er ganz empört wie sie dem einen Zimmergenossen ständig alles hinterher räumen mussten, ” Mama vier mal am Tag haben wir das Zimmer aufgeräumt, außerdem hat der in meinem Bett Chips gegessen alles vollgekrümelt und sein Geschirr mussten wir auch abwaschen!” Ich genieße, grinse und schweige – ich denke das nennt man Karma.

Plötzlich bedankt er sich für das geschmierte Vesper,den abgeräumten Teller,das aufgehängte Handtuch,Dinge die ihm früher nie aufgefallen wären, doch langsam kehrt Normalität ein, er krümelt, ich räume ihm sein Zeug hinterher, mindestens vier mal am Tag, wieder ohne Dank – ich denke auch das nennt man Karma! Was meine Mutter an meiner Unordnung leiden musste… da habe ich wohl noch einiges abzuarbeiten – wo nur ist der Weg hinaus aus diesem Unordnungskarma, der absolut zu spät einsetzenden Einsicht in den Segen der Ordnung?

Zu jeder Reise gehört eine Musik, die zuhause wieder angekommen die Reise noch lange lange weiter leben lässt, unser Jugendreisenkandidat hat diesen sehr speziellen unterspannten österreichischen Alpenohrwurm aus den Fängen des www gezogen König der Alpen !!!

Und mit dem Jüngeren konnte ich in München ins Kino gehen, es war kalt und wir wollten es warm haben, Geschäfte alle durchkämmt, Gasthäuser ausgesessen,Kultur müde – blieb nur Kino und da gab es auch nicht wirklich eine Auswahl, sind wir in dieses bescheuerte Herz gelandet und ich muss sagen der Film hat mich berührt und auch mein Sohn war ganz angetan. Er hat mich berührt, nicht weil schauspielerisch oder in der Bildsprache besonders grandios, die Geschichte war es und wohl die Parallelen zu meinem eigenen Leben. Anna, eine Waldorfpuppe spielte eine zentrale Rolle und die Arbeit in einem Kinderhospiz. Leider konnte ich kein Foto von Anna finden, aber vielleicht wollt ihr Euch den Film ansehen es lohnt sich. Und ich bin gespannt, ob es Euch auch so geht, das jeder Anspruch an den Film hinter der starken,wahren Geschichte zurücktritt.

Meine Musik zu dieser Winterreise habe ich erst nach den Ferien entdeckt,Zeit ist eben doch eine relative Größe und ganz unverhofft einen wahren Schatz gehoben, doch dazu später, denn meine Arbeit als Clown Friedl ruft,gestern schon kamen sich Clown und Puppen kurz in die Quere, als ich schon im Kostüm, noch schnell das Telefon abnahm, weil ich dachte es sei die Schule der Kinder, es aber eine Teilnehmerin für den Märzpuppenkurs war und ich sie ganz kurz angebunden abwürgen musste – möchte mich noch einmal entschuldigen dafür  - also meine Entdeckung soll nicht auch wegen der anderen Arbeit abgewürgt werden, sondern einen angemessenen Platz erhalten – und die andere Arbeit, die Arbeit als Clown, auch darüber möchte ich gerne mehr schreiben, aber auch das nicht heute, denn heute und jetzt scharrt Friedl mit den Hufen und fordert ihr recht auf Leben ein.

herzlich

Laura

und seid gespannt auf meine Entdeckung…