März 2018

Osterpause

 

Zeit für Pause, Zeit für Sonne,Zeit für Griechenland,Zeit für Zeit

zurück Mitte April

Gute Feiertage Euch

Laura

 

Vorweg – eine jede echte Sorbin, oder Sorbe würde mich wohl sehr schräg, arg betroffen, betrachten, dass ich das nun folgende Gekleckse, Sorbische Ostereier nenne – ich bitte hier sofort um Entschuldigung, diese meine Ostereier haben wohl nur bezüglich der Technik gemeinsame Wurzeln mit den sorbischen Ostereiern. Vielleicht nenn ich sie lieber Wachswischtropfeier kurz wwtro-eier.

Ihr braucht:

ausgeblasene mit Essig abgewischte Eier

alter,biegsamer Löffel

Kartoffel

Teelicht

Kerzenwachs

Stecknadel

Küchenkrepp

Stift

Handelsübliche Eierfarbe ( schon vorbereitet, in Bechern, so das die Eier in die Farbe getunkt werden können.)

Und so geht es: Löffelofen bauen siehe Foto

Wachs hineingeben und schmelzen lassen . Nadelstift bauen, siehe Foto

und nun die Nadel in das Wachs tauchen, ruhig am Anfang ein bisschen länger, damit sich das Glas erhitzt. Nun mit der Nadel Wachs im gewünschten Muster aufbringen. Nun das Ei für ca 5Minuten in die gewünschte Farbe halten.Jetzt ein zweites mal mit Wachs Muster aufbringen und das Ei 5 Minuten in eine andere Farbe halten. Dies kann so oft gewünscht wiederholt werden. Ist das Ei rundum eingemustert zum Küchenkrepp greifen, das Wachs am Ei über dem Teelicht schmelzen und mit dem Küchenkrepp abreiben. Fertig!

bessere Fotos gibt es leider nicht, mein Patenkind und ich waren wwtro gebannt und da gab es keine Zeit für Fotos. Das ganze braucht eine Menge Zeit und Geduld, vielleicht genau das richtige für einen Palmsonntag wie heute.

herzlich

Laura

Esta

 

Esta ist fertig, rechtzeitig zu Ostern, drum trägt sie auch den Namen der Frühlingsgöttin Eostre, ein wenig modernisiert, dass sie nicht ganz so schräg angeschaut wird  in den Kinderzimmern des Jahres 2018! Als ich an ihr nähte gabs in mir Frühlingssehnen und draußen Schnee, Winter, obwohl der Kalender versicherte es sei Frühling,ganz bestimmt. Es sind Ferien, auf mich wartet ein Schaukelstuhl, doch nur für kurze Zeit, nur als Sprungschanze, um sicher genug Schwung zu bekommen um im Süden, im blühenden,bunten Frühling zu landen – in welchen Frühling er mich hinausgeworfen hat der Schaukelstuhl – lasst Euch überraschen, ich weiß es auch nicht.

Braucht ihr eine kleine Frühlingsgöttin bei Euch zu hause, dann hier entlang.

Morgen gibt es noch eine Anleitung für sorbische Ostereier und dann auch meine Rückenansicht und dem Sehnen nach, dem Ruf des Südens folgen!

herzlich

Laura

 

 

 

 

 

 

 

Puppenkursgeschenk

Fotos gibt es kaum, weil so viel zu erzählen.

Dank meines mangelnden Werbetalents gab es einen eins zu eins Puppenkurs. In den emails haben wir uns noch gesietzt, was selten genug vorkommt, doch gleich zu Anfang wurde erst mal das Du in den Raum geworfen und auf s herzlichste begrüßt. Sofort waren wir mittendrin im Leben und als ich am Abend die Türen des Theaters schloß und mich ins Auto setzte war mir grad so, als käme ich frisch vom exklusivsten Abenteuerurlaub, namens Leben.

So gerne würde ich euch alles erzählen, aber das bleibt Puppenabenteuer Geheimnis, soviel sei verraten Kinder können auch vererbt werden am liebsten von der besten Freundin und so bist Du die Mutter von vieren ganz plötzlich – die Väter irgendwo am Rande, mit dabei Hunde und Katzen und natürlich die ganzen Kinder vom Berufe her, vom Kinderladen.

Oh was für wunderbare Geschichten, aber hier gehört eben nicht alles her, manches bleibt zwischen zwei Menschen in einem Raum, nur die Puppen dürfen mithören – doch eins, das muss ich noch loswerden ,von Außen, allein die Fakten betrachtet, hört sich so ein Leben an wie fünf Leben und ganz unmöglich zu bewältigen, doch die Person die es mir erzählt hat, wirkt wie ein Frühlingsbach der jeden Stein, der ihm in den Weg gelegt wird, als Aufforderung zum spielen sieht und nicht als Hindernis, drumherumgurgelt, darüber hinwegspritzt und einfach fließt, weil er gar nicht anders kann als fließen.

Hut ab! – Friedl würde sagen: ” Ich kann nicht anders, als aufs höchste hier zu chapeaurieren, am liebsten gleich auf allen Vieren!”

Zum immateriellen Geschenk des Zusammenseins, Austauschens gleich auch noch ein materielles. Wir sind ja ebenerdig im Theater und die Menschen von draußen können zu uns hereinschauen und sich wundern über die Wollberge, gebeugte Rücken, Gliedmaßen und Nähmaschine. Und plötzlich kam eine Frau in den Raum und stand da, schaute und wir saßen ,schauten zurück!

Ob wir eine Overlockmaschine brauchen könnten? Sie hätte eine die sie nicht brauche. Ein paar Minuten zuvor sprachen wir noch von Overlockmaschinen und da behaupte ein Mensch es gäbe Zufälle – nein, nein, ich nenn es Fügung oder im erweiterten Sinn, das die Fügung uns gerne manchmal etwas zu fallen läßt, ein gefügter Zufall.

Was denn diese zugefallene Maschine kosten solle fragte ich, denn ich selbst habe eine auch meine Frühlingsbachmitpuppenmacherin, aber die Schule meiner Kinder die könne eine brauchen. Ich muss gestehen, vor ein paar Wochen versprach ich dem Handarbeitslehrer ( ja richtig , hier fehlt kein in) ,mich um zu tun nach einer Overlockmaschine.

Geständnis:  völlig vergessen, das Versprechen!!

Die Maschine, die solle gar nichts kosten, geschenkt. DANKE !

Da saß ich und staune noch immer und freu mich über die Fügung und ihr wunderbares Gedächtnis, das dem meinigen so meilenweit überlegen.

Puppen können im Spiel die Herzen der Kleinen öffnen und wenn wir Großen sie nähen öffnen sie unsere Herzen. Das durfte ich an diesem Puppensamstag wieder deutlich erleben.

Eine weitere Erkenntnis: Werbung ist wichtig, und Fügung funktioniert!

Ich freue mich schon riesig auf die nächsten Puppenkurse, leider erst im Herbst, aber wer weiß was die Fügung mir so zu fallen läßt !

Und noch ein Freudenpunkt, wenn das Puppenfieber hält, dann gibt es bald in einigen berliner Kinderläden, die nichts mit Waldorf zu tun haben 1000Rehe Puppen in den Spielecken. Bleib dran Tina, ich würde mich so sehr freuen.

zu guter letzt die rare Bilderbeute

Ein wunderschönes Wochenende Euch

was werdet ihr unternehmen?

mich juckt es schon wieder in den Fingern ein wenig zu räumen und sortieren, rauswerfen und Schränke schrauben…

Fensterputzen?

Gardinen nähen?

und zu allerallerletzter Güte gut gefügte Werbung… unter 1000rehe@gmx.de könnt ihr Euch für Puppenkurse anmelden!

herzlich

Laura

oh, fast vergessen, fast ist fasten vorbei und Ostern soweit… am Sonntag gibt es im Theater, sorbisches Ostereiermalen für die ,die nicht sortieren wollen, vielleicht komme ich auch…

Maya

Maya hat bereits ein Zuhause gefunden wärend ich einen wunderschönen Puppenkurs hatte, von dem ich später noch mehr berichte und mich anschließend mit meinem Mann zum Tschentuchweitwurf und Wetthusten zurückgezogen habe, aber schon wieder so gut wie überstanden. Einen speziellen Gruß an alle da draußen die noch immer dabei sind und eventuell sogar Fieberrekorde aufstellen.

herzlich Laura

Zwischenhinein

Zwischen genesen genießen und neuen sich eröffnenden Krankenbetten, dem ganzen Alltag und Puppenkurs Vorbereitungen für dieses Wochenende und gleich schon weg sein und noch schnell überlegen was zum Mittag dem Kranken auftischen – heute morgen ein Blumengruß zum Frauentag ( auf meinem Handy,nein kein Fleurop Strauß an meiner Tür)! Ja heute ist Frauentag, 8.März, ob, wieso und sollte nicht immer Frauentag sein, darüber jetzt keine lange Überlegung. Ich habe mich gefreut, weil so unerwartet dieser Gruß. Und so will ich Euch auch einen schnellen Gruß von Herzen durch den Äther senden, oder durchs Netz oder was auch immer, Hauptsache er erreicht Euch Frauen da draußen, und natürlich auch Männer, falls ihr hier lest, heutzutage hat der Mann ja auch ein Recht auf seine weiblichen Anteile.

Hier ein Blumengruß und ein Puppengruß von mir zwischenhinein. Leider ist mir der Name dieser Blume entfallen. Doch der Florist hatte recht, immer mal Wasser wechseln und die verblühten Blüten abknipsen, dann hält sie Wochen ( bei mir schon drei) und blüht und blüht und erfreut mit ihrem Leuchten wenn es draußen mal wieder grau wird.

herzlich

Laura

Genesen genießen

Das schönste an einer Krankheit ist doch das Genesen! Und dieses Genesen genießen ist eine Kunst die Zeit braucht. Zeit zum nichts tun. Auch schön ist der Anfang , wenn er denn ordentlich fiebrig daher kommt und ein Wegdämmern in Traumreiche erlaubt. Schön geschwächt und so fiebrig das nichts anderes geht als sich dem Fieber ergeben. Dies ist allerdings ein äußerst kurzer Zeitraum, ein kurzes Glück, wie das ja ein wesentlicher Bestandteil des Glücks ist, seine Kürze, oder doch gleich Zeitlosigkeit. Natürlich kommt nicht jede Krankheit mit einem solchen Fieberglück daher und dann kommen eben auch gleich die ganzen Schmerzen und das Leiden und… davon will ich gar nicht weiter schreiben… doch dann das Genesen! Im Bett liegen bleiben mit gutem Gewissen, ein Stapel Bücher neben sich, heißer Tee, keine Emails, keine Termine, ein dem Alltag für schwere Münze abgetrotzter Sonderurlaub.

Nein, ich habe ihn mir nicht gegönnt den Sonderurlaub, diesmal waren die Kinder dran. Kurze Erkältung, schnell das Fieber und dann der Genesungsgenuß! Der Jüngere verkündete er wolle jetzt auch eine Puppe machen, mit 12 Jahren! Von Früher kannte ich es noch, da haben sie sich gerne neben mich gesetzt und eine abstrakte Lumpenform meiner Puppen hergestellt, doch diese Zeit, so dachte ich, sei lange vorbei, aber nein, noch mal eine Puppe nähen.

Ich verhielt mich äußerlich ganz ruhig und im Innern dreht mein Herz Saltos  vor Freude, diese innige Werkerei noch einmal erleben zu dürfen.

” Du nähst Puppen? Das ist doch Mädchenkram!” sagt mein Mann mit Schmunzeln ( er kann nicht anders Provokation ist in seinem Sternzeichen verankert)

Sohn: ” Pappa, das ist kein Mädchenkram, das ist gut für die Geschicklichkeit!”

Vater: “Hast recht, bescheuerter Kommentar von mir!” ( glücklicherweise ist seinem Charakter auch eine ordentliche Portion Einsicht beigemischt)

Zeit vergeht in Eintracht und Werkelkraft.

” Puh, jetzt brauch ich aber mal ne Pause!” sagt der Sohn legt die Puppengliedmaßen nieder, holt  erst den Zauberwürfel ratsch,ratsch,ratsch ,dann seinen Tennisschläger.Dong, dong,dong. Auf dem Bett , gegen die Wand.

” Mama darf ich mich dabei  mit Selbstauslöser fotografieren? Ich muss meinen Bewegungsablauf verbessern!”

Und dann wird verbessert und verbessert und somit die Genesung zur wiederhergestellten Gesundheit.

 

 

Das war der heitere, der genossene Teil der Genesung, wenn ihr euch auch manchmal fragt, was ist eigentlich los mit unserem Gesundheitswesen, dann hier zwei Türen die in den Dschungel führen. Zwei Beiträge, in denen es im weiten Sinne um die Gesundheit geht, aber dort nicht aufhören, den Gedanken überhaupt zu unserer Gesellschaft und deren allumfassenden Gesundheit wandern lassen. Zur seelischen Gesundheit, Menschlichkeit? Und wieder zurück zu mir und meinem kleinen Universum und meiner eignen Handlungsfähigkeit, meinem eigenen kleinen Wissen und noch mehr, dem großen Nichtwissen. Also, seid ihr bereit für ein Abendteuer – dann klickt hier und hier - wenn lieber doch das Genesen genießen, besser keine Klickerei !

Eine gute Gesundheit Euch allen, und am Wochenende raus auf die gefrorenen Seen, Sonne tanken!

herzlich

Laura

P.S. Die “Mädchenkrampuppe” hat zwei Beine, zwei Arme und einen Schlauchverbandkopf, ob sie je fertig wird?